Deutschlands beliebteste Formen der Unterhaltung

Deutschlands beliebteste Formen der Unterhaltung

Von Jingxuan Li & H. L.

Hallo, liebe Leser! Wir freuen uns, euch heute von unseren aufregenden Erfahrungen zu erzählen, die wir in Deutschland gemacht haben! Wir haben spannende Veranstaltungen besucht und sind auf eine Welt der Unterhaltung gestoßen.

Das Klischee, dass die Deutschen nur arbeiten, hat sich bei unserem Besuch als falsch erwiesen. Sie lieben es, ihre Freizeit aktiv zu gestalten, sei es beim Sport, in der Natur oder bei kulturellen Erkundungstouren. Die Deutschen haben einfach ein Händchen dafür, das Leben zu feiern!

Schauen wir uns mal an, wie die Menschen in diesem Land ihre Wochenenden und Feiertage verbringen!

Alle Sportarten sind beliebt

Die Deutschen treiben gerne Sport in der Natur, was sie als besonders entspannend empfinden. Ob im Wald, am See oder hoch oben in den Bergen – Deutschlands vielfältige Landschaften bieten unzählige tolle Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien. Werfen wir nun einen Blick auf einige der faszinierenden Outdoor-Sportarten, die die Deutschen lieben!

Outdoor-Sportarten: Wandern, Radfahren und Fußball

Wandern ist der absolute Hammer! Es ist eine der beliebtesten Outdoor-Sportarten in Deutschland. Wandern ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern bietet auch eine fantastische Möglichkeit, die Vielfalt der deutschen Landschaft zu entdecken und zu genießen. In der schönen Natur kann man mit der Familie zur Ruhe kommen und die Atmosphäre zusammen genießen.

Exkursion ins Muttental

Letztes Semester unternahmen wir gemeinsam mit unseren Professoren einen Tagesausflug in das Muttental in Witten. Dort angekommen, wurden wir von atemberaubenden Aussichten und frischer Luft begrüßt.

Wir wanderten auf Bergbaupfaden, wir erfuhren viel über die Geschichte des Bergbaus in dieser Gegend und genossen die wunderbare Natur. Die Wanderwege waren gesäumt von hohen Bäumen, und die gefallenen Blätter bedeckten sanft den Boden, während sie im Wind raschelten – das vermittelte ein richtiges Herbstgefühl. Der Waldspaziergang war unglaublich entspannend und machte uns wieder bewusst, wie wichtig es ist, den Geräuschen der Natur zuzuhören.

Wir entdeckten viele Details: den Fluss, der durch das Tal fließt, und die vielen kleinen Tiere, die sich im Gras verstecken. Es war eine große Freude, mit den Studenten und Professoren zu plaudern. Wir genossen die Atmosphäre der Natur und hatten eine schöne Zeit zusammen.

Am Ende der Wanderung war ich zwar ein wenig müde, aber ich fühlte mich unglaublich erfrischt und gestärkt. Es war ein perfekter Tag, an dem die schöne Natur uns nähergebracht wurde und wir gleichzeitig unseren Körper trainierten!

Ein anderes Mal ging ich mit Else zum Kemnader See. Wir liefen um den See und genossen die Nachmittagssonne. Besonders erwähnenswert war, dass wir einige Schafe und Gänse sahen, die wirklich süß waren. Es gab auch einige Imbisswagen rund um den See und ich kaufte ein Eishörnchen, es war wirklich lecker!

Fahrradfahren in Münster

Radfahren ist auch sehr beliebt in Deutschland. Auf der Straße kann man häufig sehen, dass Menschen mit dem Fahrrad zur Uni oder Arbeit fahren. Was mich besonders beeindruckt hat ist, dass die Deutschen die Verkehrsregeln und die Sicherheit beim Fahrradfahren ernst nehmen. Am Anfang wusste ich nicht, dass man beim Fahrradfahren mit der Hand ein Zeichen zum Abbiegen geben kann und ich habe nicht sofort verstanden, warum die Leute am Fahrrad immer ihren Arm hoch heben müssen. Doch nach einiger Zeit bemerkte ich, wie die Autofahrer Fahrrädern Vorfahrt gewähren. Das halte ich für eine wirklich gute Sache.

Jedoch war ich ein paar Mal in Münster und die dortige Fahrradkultur hat mich erschreckt. Normalerweise genieße ich gern die Atmosphäre der deutschen Städte, wie z.B. Altstädte oder Parks, wo man viele verschiedene Freizeitaktivitäten machen kann. Münster ist eigentlich sehr schön, es hat mir besonders gefallen, entlang der Promenade bis hin zum Aasee zu laufen. Jedoch kann ich mich auf dem Weg nicht richtig entspannen, weil ich ständig darauf achten musste, ob ich auf dem Fahrradweg stand. Diese Erfahrung des Spaziergangs ist für mich ein bisschen anders. Obwohl auf dem Weg viele grüne Bäume und kleine Kanäle zu sehen sind, ist dieses Bild von der „Natur“ mit dem häufigen Geräusch der Fahrradklingeln erfüllt. Ich hatte sogar das Gefühl, dass der Wind, den ich auf der Straße spürte, nicht der Wind war, sondern das Vorbeirauschen der Fahrräder.

Eine Freundin von mir studiert in Münster. Eigentlich mag sie Fahrradfahren, aber sie meinte auch, dass Fahrradfahren in Münster eine andere Sache ist. Das glaube ich auch und ich kann mir schwer vorstellen, mich an die Fahrradkultur in Münster zu gewöhnen. Normalerweise empfinde ich Fahrradfahren als etwas Gemütliches und ich würde gerne langsam Fahrrad fahren. Ich glaube, dass ich mit meinem Fahrradtempo in Münster wahrscheinlich von vielen Fahrrädern angeklingelt werden würde.

Fußball als Leidenschaft für Deutsche

Fußball als Outdoor-Freizeitaktivität ist auch schon zu einem deutschen Symbol geworden. Wenn ich auf der Straße bin, merke ich bei vielen Sachen, wie Fußball den deutschen Alltag geprägt hat. Ganz oft sehe ich, dass viele Kinder auf der Straße Fußball spielen. Manchmal am Wochenende fahre ich mit dem Zug in eine andere Stadt. Durch das Fenster sehe ich auch viele Fußballplätze, auf denen sich viele Leute mit bunten Trikots schnell bewegen. Viele Bekannte und Freunde in Deutschland haben mir erzählt, dass sie in lokalen Fußballvereinen sind. Sie müssen regelmäßig unter der Woche nach der Uni oder Arbeit trainieren, sodass sie das Punktspiel am Wochenende gewinnen können. Nicht zu vergessen: die Bedeutung von Bundesliga und Champions League. Wenn es ein Fußballspiel gibt, tragen die Fußballfans die Schals von ihren Lieblingsmannschaften. Meistens singen sie laut in der Bahn und sie haben immer eine große Kiste Bier dabei. Bei solchen Tagen kann ich immer die Schreie vom Nachbarn oder die Hupen auf der Straße bis spät in die Nacht hören. Auch gibt es viele Fußballkneipen, in denen sich Fans treffen, um die Spiele gemeinsam zu schauen.

Ich habe schon bemerkt, dass der Fußball in Deutschland nicht nur ein Sport, sondern auch ein soziales Ereignis ist. Die Leidenschaft für Fußball verbindet die Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe.

Kunst: eine Entspannung für den Geist

Die Deutschen sind wahre Meister der Künste! Ihre Schriftsteller, Dichter, Philosophen und Künstler sind weltweit bekannt und geschätzt. Es stimmt wirklich: Für die Deutschen ist die Wertschätzung der Kunst eine Erholung für die Seele und diese lässt sich in vielen Formen beobachten. Sie lieben es, zu lesen, Museen zu besuchen und vor allem zu denken, während sie Kunst genießen.

Lesen und der Besuch eines Museums oder einer Gallerie

Die Deutschen lieben es zu lesen! Egal ob auf einer Wiese, in einem Café oder in Bus und Bahn – es ist immer interessant zu sehen, wie viele Menschen mit einem Buch in der Hand dort sitzen. Und das ist noch nicht alles: Das deutsche Wort „Leseratte“ ist wohl das treffendste für diese Menschen, die in aller Ruhe und mit großer Passion in Büchern oder Zeitschriften blättern.

Außerdem lieben die Deutschen Galerien und Museen! Fast in jeder Stadt gibt es ein Kunstmuseum, das für viele ein beliebter Ort ist, wo man das Wochenende verbringen kann. Das K20 und K21 in Düsseldorf zum Beispiel ziehen täglich viele Besucher an. Hier gibt es nicht nur Dauerausstellungen, sondern auch viele spannende, kurzfristige Sonderausstellungen internationaler Künstler. Wenn ihr auch Kunst mögt, sind K20 und K21 eine perfekte Auswahl, um eure deutschen Freunde zu einem Wochenendausflug in eine Galerie oder ein Museum einzuladen.

Das Kunstmuseum in Bochum ist für mich ein echtes Juwel. Es liegt ganz in der Nähe von mir und hat eine mittlere Größe, sodass man die Ausstellung gut besichtigen kann. Und das Beste daran: Mit dem Studentenausweis zahlen Studenten nur die Hälfte, also nur zwei Euro. Darüber hinaus muss man für die regulären Ausstellungen keine Eintrittskarte kaufen. Im Erdgeschoss finden Kurzzeitausstellungen statt, für die man eine Eintrittskarte benötigt. Als ich das letzte Mal dort war, gab es eine Performance-Art-Ausstellung, bei der viele Performance-Künstler mit Kunsthandwerk, Graffiti oder audiovisuellen Materialien ihre Talente und Ideen präsentierten. Im obersten Stockwerk befindet sich eine reguläre Galerie mit Werken verschiedener Maler in unterschiedlichen Stilen und Farben. Auch wenn die Künstler, die sie geschaffen haben, nicht sehr bekannt sind, so sind es doch sehr gute Werke.

Zoey und ich besuchten auch das K20 Kunstmuseum in Düsseldorf und es war ein beeindruckendes Erlebnis. Bei unserem letzten Besuch gab es im Erdgeschoss eine kurzfristige Ausstellung der Performance-Kunst von Yoko Ono, die uns sehr berührte. Es gab viele ihrer Werke, die mit Audio- und Videomaterial ausgestattet waren und die Art und Weise, wie sie die Kunst zum Leben erweckt hat, war wirklich beeindruckend. Im zweiten und dritten Stock befinden sich die regulären Galerien und im dritten Stock sahen wir frühe Werke von Picasso, die eher figurativ waren und sich von seiner späteren abstrakten Kunst unterschieden.

Außerdem war meine Reise nach Dresden ein echtes Highlight! Ich hatte das Vergnügen, mit Else das Historische Grüne Gewölbe zu besuchen. Dort erwartete uns ein wahrer Schatz an Schmuck mit einer langen Geschichte sowie beeindruckende Möbel und Uhren aus dem Mittelalter. Während unseres Besuches herrschte eine fast magische Ruhe und alle waren völlig begeistert von den faszinierenden Exponaten!

Trinken schafft freundschaftliche Verbindung

Während meines Aufenthalts in Deutschland wollte ich gerne Deutsche kennenlernen, um die fremde Kultur zu erleben und neuen Lebenserfahrungen zu sammeln. Ich habe schöne und interessante Erinnerungen mit meinen Kommilitonen und Tandempartnern gehabt. Durch die Kommunikation und gemeinsamen Aktivitäten habe ich auch einige kulturelle Unterschiede bei der Form der Unterhaltung bemerkt. Darüber habe ich nicht nur nachgedacht, sondern ich muss mich auch an diese Fremdartigkeit gewöhnen.

Beim Umgang mit Deutschen ist mir ausgefallen, dass sie sehr ihre eigene Privatsphäre achten und das löst ein Distanzierungsgefühl aus. In diesem Zusammenhang könnte die Trinkkultur ein „Shortcut“ sein, um die soziale Distanz zu verkürzen und somit Freundschaften zu knüpfen. Auch wenn Trinken oft mit dem westlichen Stereotyp verbunden ist, kann Trinken die scharfen Kanten der Höflichkeit etwas abrunden und den vorsichtigen Abstand mildern. Ich persönlich habe auch meine „Trinkfähigkeit“ in Deutschland verbessert. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich zu Kontakten zwinge, sondern ich muss nicht mehr viel nachdenken und einfach Spaß haben. Obwohl ich nach meiner „Trinkerfahrung“ es mehr bevorzuge, mit Freunden an einem ruhigem Ort zusammen zu trinken und über unterschiedliche Themen zu quatschen anstatt auf eine Party oder in eine Bar mit Fremden zu sein.

Einmal habe ich eine Freundin in Heidelberg besucht. Das war im Sommer, wenn die Tage länger sind. Wir waren den ganzen Tag draußen und schlenderten durch die kleinen Gassen in der Altstadt. Ungefähr zwischen 20 und 21 Uhr tauchte das Licht die Stadt langsam in eine schöne goldene Farbe ein. Wir haben uns spontan entschieden, billige alkoholische Getränke im Supermarkt zu kaufen und wir nahmen sie mit auf den Weg. Danach stiegen wir hoch auf die Berge und sind bis zum Hofgarten vom Schloss Heidelberg gelaufen. Wir setzten uns auf eine Bank an der Mauer und unter uns lag die Altstadt. Je mehr Schlucke wir vom Alkohol nahmen, desto stärker hat sich die Altstadt mit unserem Lachen bewegt. Die ganzen orangenen Dächer sind weit bis zu auf der anderen Seite des Himmels ausgedehnt gewesen, wo die Sonnenstrahlen runterfielen. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob das Bier, Rot- oder Weißwein war. Ich weiß aber, dass ich viel mit meiner Freundin zusammen getrunken und geredet habe. Die Farbe dieser Erinnerung wird aber nie verblassen.

Unterhaltung mit Menschen macht schöne Erinnerungen

Die Natur, sowie kulturelle und künstlerische Erkundungstouren gibt es in jedem Land. In Deutschland habe ich sowohl die schöne Natur in verschiedenen Gegenden erkundet als auch einige interessante Museen besucht. Auch mit der Trinkkultur habe ich einige lustige Erfahrungen mit Freunden gemacht. Diese Erlebnisse sind für sich genommen schön, aber ohne die Menschen, die mich auf meinem Weg begleitet haben, wäre es keine so besondere Erinnerung gewesen.